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Blume zeichnen – Anleitung für deinen Einstieg

Das Zeichnen von Blumen ist gar nicht so schwierig. Je nach Motiv und Zeichentechnik eignen sich eine Blume Zeichnung gut für den Einstieg ins Zeichnen. Das Zeichnen von realistischen und komplexen Blumenbildern kann allerdings selbst für Fortgeschrittene eine Herausforderung darstellen. Wir geben dir hier einen Überblick über die Maltechniken, Zeichenstile und Blumenarten, damit du selbst schöne Blumen malen kannst.

 

 

 

Blume Zeichnung: Die wichtigsten Tipps

Die folgenden Tipps helfen dir, deinen eigenen Blumen zu malen.

 

Tipp 1: Übung

Nimm dir jeden Tag etwas Zeit, um eine kleine Skizze zu machen. Durch das Zeichnen wird dein Auge geschult. Das Sehen ist eines der wichtigsten Voraussetzungen, damit du später jedes Motiv so abbilden kannst, wie du es möchtest. Auch beim Zeichnen Lernen wirst du schnell Fortschritte bemerken und viel Spaß haben.

 

Tipp 2: Vorlage verwenden

Möchtest du eine Blume malen, solltest du als Vorlage das Original in der Natur zum Abmalen nutzen anstelle eines Fotos. Hier kannst du die Details deutlich besser erkennen und die Feinheiten und Formen genauer studieren, als auf einem Foto. Außerdem kannst du die Blumen so aus unterschiedlichen Perspektiven und von verschiedenen Seiten aus betrachten.

blume abzeichnen

 

Tipp 3: Beginne mit einfachen Formen

Es gibt viele schöne Blumen, wie Hortensien, Rosen oder Orchideen, die man am liebsten gleich aufs Papier oder die Leinwand bringen würde. Doch vor allem die Blumen mit vielen Details und Feinheiten erschweren dir den Anfang. Starte daher lieber mit Blumen, die einfache Formen besitzen.

blume bleistift zeichnen

Tulpen, Sonnenblumen oder Schneeglöckchen eignen sich beispielsweise gut für den Einstieg, da sie einfach zu malen sind. So kannst du schneller und weniger Druck deine ersten Erfolgserlebnisse beim Blume Zeichnen verbuchen.

 

Tipp 4: Realistisch oder abstrakt?

Es gibt viele Möglichkeiten Blumen zu malen. Überlege dir, ob du wirklich eine fotorealistische Zeichnung erstellen möchtest. Vielleicht fühlst du dich wohler, wenn du deine Blumen abstrakter zeichnest. Oft sehen Blumen auch mit einfachen Strichen und Farbflächen schon wunderschön aus. Du kannst sie einfach mit Finelinern skizzieren oder du schraffierst mit Pastellkreiden oder Bleistiften die wichtigsten Flächen. Oder du probierst es mit einer naiven Malerei, in der du den Spaß über das Ergebnis stellst. Du kannst auch einmal Blumengemälde berühmter Künstler recherchieren. Dabei wirst du sehen, dass selbst Van Gogh oder Monet beim Blumen Malen nicht detailgetreu vorgegangen sind – und das sind heute millionenschwere Kunstwerke.

blumen malen

 

 

Blume zeichnen: Verschiedene Malweisen

Die lasierende Malweise eignet sich hervorragend zum Blumen Malen und lässt sich gut mit Aquarell- oder Acrylfarben umsetzen. Die Aquarellmalerei oder lasierende Acrylmalerei haben einen transparent leuchtenden Farbauftrag als Vorteil, der für die Blumenmalerei wie geschaffen ist. Allerdings ist das Malen mit Aquarellfarben nur auf Papier möglich, weshalb das Malen damit auf kleinere Bildformate begrenzt ist. Mit Acrylfarben kannst du mithilfe der entsprechenden Mittel wie Acrylbinder und Medium auch auf großen Leinwandformaten malen.

Mit Aquarellfarben (oder lasierend aufgetragenen Acrylfarben) solltest du die hellen Bildpassagen aussparen, da weiße Farbe nur selten bis gar nicht genutzt wird. Möchtest du dein Bild vorzeichnen, solltest du die Linien nur sehr leicht aufzeichnen, weil der gesamte Farbauftrag den Bilduntergrund durchscheinen lässt. Radieren solltest du vermeiden, da es die Papieroberfläche verletzt und den nachfolgenden Farbauftrag negativ beeinflusst. Möchtest du eine Unterzeichnung für dein Blumenbild anlegen, eignen sich Aquarellstriche sehr gut, da sie sich beim anschließenden Malen mit Wasser vermalen und nicht mehr als gezeichnete Linien sichtbar sind.

blume zeichnen anleitung

Durch die deckende Malweise wirken die Blütenblätter schwerer. Je nach gezeichneter Blume kann dies zum Beispiel bei Tulpen den natürlichen Charakter der Blüte unterstützen. Für diese Malweise ist in erste Linie Ölfarbe geeignet. Mit ihr lassen sich besonders gut feine Verläufe malen und so die Plastizität der Blütenblätter darstellen. Die Farbwirkung der Ölfarbe ist besonders natürlich. Mit pastosem Acryl-Farbauftrag sind nicht so feine Übergänge möglich und sie wirken meist flächig. Die Pastellmalerei ist gut geeignet zum spontanen Skizzieren und zur Vorbereitung eines Ölbildes. Mit Hilfe der Vermischtechnik lassen sich Unschärfen erstellen, die überstrahlen und die Blumenmotive leicht kitschig wirken lassen.

Bei der pastosen Malweise mit Acryl- oder Ölfarben wird das Bild klassisch in folgende Arbeitsschritte aufgeteilt: Vorzeichnungen, Untermalung und Übermalung. Der Farbauftrag kann in Schichten erfolgen, wodurch das Korrigieren wesentlich einfacher möglich ist.

 

 

Blumen malen mit Aquarell

Blumen können durch kaum eine andere Technik besser künstlerisch dargestellt werden. Der transparente Charakter lässt sie luftig und lebendig wirken. Die Malweise ist relativ simpel und genau dies erschwert das eindrucksvolle aquarellieren. Ein gutes Aquarell lässt sich nur selten planen. Oft gelingen die Lasuren anders als geplant, trocknen etwa anders deckender oder vermischen sich anders mit den weiteren Lasuren. Die größte Bildwirkung wird beim Aquarellieren durch einen spontanen und lockeren Farbauftrag erzielt.

Daher scheint es nicht vorteilhaft zu sein, ein Aquarell mit einer Vorzeichnung vorzubereiten. Dennoch kann eine Skizze dem Künstler Sicherheit geben und beim Üben der Formen helfen. Deshalb ist es für Einsteiger ratsam, auch bei Blumen Motiven eine freie Skizze mit wenigen Strichen auf dem Aquarellpapier dezent zu zeichnen. Damit ein vernünftiges Aquarell entstehen kann, solltest du das Papier auf jeden Fall auf eine Holzlatte aufspannen. So wird das Papier exakt gespannt, wohingegen es bei Zeichenblöcken meist gewellt bleibt.

Bei der Aquarellmalerei wird im Gegensatz zu den anderen Maltechniken keine weiße Farbe benutzt. Daher müssen die hellen Passagen nur zart gemalt werden. Eventuelle Glanzlichter werden ausgespart. Hierfür kannst du das Maskiermittel Rubbelkrepp verwenden. Es hält den Bildbereich frei von Farbe und kann anschließend wieder entfernt werden. Am Ende kannst du auch einige wenige Lichter mit dem Radiergummi radieren. Achte aber darauf nicht auf nassem Papier zu radieren, da radierte Papierstellen aufgeräumt sind und die Aquarellfarbe verändert aufnehmen.

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Das optische Mischen von Lasuren gilt in der Aquarellmalerei als das Nonplusultra. Allerdings kann man es gerade bei der Darstellung von Blumen damit mächtig übertreiben. Denn werden Lasuren in gegensätzlichen Farben übereinandergelegt, trüben sie sich meistens gegenseitig. Damit deine Blüten besonders schön leuchten, solltest du dich auf ein bis zwei Lasuren aus verschiedenen Farbgruppen beschränken. Selbst kleine Nuancen führen schon zu einer Minderung der Farbsättigung. Zum Beispiel muss man bei roten Blüten zwischen Feuerrot (leichter Gelbstich) und Dunkelrot (leichter Blaustich) unterscheiden.

Mischst du Feuerrot mit Violett wird der Farbton bereits getrübt. Im Lichtbereich solltest du die Farben der Blütenblätter nicht unbedingt schwächen. Im Schattenbereich hingegen entsteht die gewünschte Wirkung genau durch diese komplementäre Mischung, weshalb Lasuren vor allem hierfür perfekt sind. Die Vorstellung, dass alte Künstler mehrere Lasuren übereinandergelegt haben und so wunderbare Farbnuancen entstanden sind, entspringt der Tempera- und nicht der Aquarellmalerei.

Die Aquarelltechnik wurde von den Künstlern in der Vergangenheit hauptsächlich als Mischtechnik verwendet. Egal, wie welche Technik du verwendest, male immer so, wie es dir gefällt.

 

Tipps

  • Bewusste Farbspritzer peppen deine Aquarelle auf.
  • Aquarellstifte eignen sich gut, um die Details der Staubblätter und des Stempels detailliert darzustellen. Auch die Konturen im Schattenbereich von den Blättern und Stängeln kannst du so hart zeichnen und nur einseitig vermalen.

 

 

Blumen malen mit Pastellkreide

Die Schönheit der Blütenblätter wird durch ihre gleichmäßige Form und die Farbgebung ausgestrahlt. Beim Abbilden von Blumen ist die große Kunst die differenzierten Konturen und Farbübergänge wiederzugeben.

Mit der Pastellkreide kannst du sehr exakt und direkt arbeiten und Zeichentechniken verwenden. Ohne Malmittel und Verdünnung gibt es kaum Regeln, die du befolgen musst. Nachdem du mit der Kreide gezeichnet hast, kannst du mit den Fingern oder mit sogenannten Papierwischern das Pigment mit kurzen kreisenden Bewegungen ineinander malen. Harte Formkonturen lässt du so stehen, ohne sie zu verwischen. Sie sind wichtig für das Gleichgewicht des Bildes, da sie die vielen Übergänge ausgleichen und dafür sorgen, dass die Blume nicht verschwommen aussieht.

blumen malen pastellkreide

Du kannst den Papierfarbton nutzen, um Akzente zu setzen. Die Pigmente sind sehr deckend auf dem Papier, weshalb der Untergrund kaum hervor scheint. Ein weißer Untergrund erschwert das Malen. Wähle am besten einen Mittelton, der in deinem Motiv im Idealfall im Hintergrund vorkommt. Die Farbe der Blütenblätter zu wählen ist nicht empfehlenswert. Zum einen ist die Lichtbeständigkeit des Kartons gering und zum anderen müsstest du die knallige Farbe im Hintergrund mühselig überdecken. Die Helligkeit des Kartons spielt keine Rolle, selbst weiße Kreide sieht auf dunklem Grund schön leuchtend aus. Im Handel kannst du die sogenannten Fotokartons erwerben. Diese sind etwas angeraut und halten die Pigmente fest. Es gibt sie in vielen unterschiedlichen Farben zu kaufen. Also kannst du die Farbe des Kartons optimal auf deine Blumen abstimmen. Versuche die Farben nicht übereinander zu setzen, sondern wie in der Primamalerei nebeneinander. Male zunächst die Umrisslinie der Blüte, trage dann Glanzlichter auf und abschließend die Schatten.

Arbeite jede Stelle detailliert aus. Ab und zu solltest du lose Pigmente herunter schütteln. Pass besonders auf, dass du fertige Bereiche nicht mit deiner Hand wieder verwischt. Du kannst sie auch mit Papier schützen. Am Ende kannst du die Details noch mal überarbeiten und dein Bild fixieren. Hierfür kannst du das Fixativ verwenden, welches aus einem Kunstharzfirnis auf Alkoholbasis besteht. Das Fixieren ist ein wichtiger Schritt, da so die Pigmente auf dem Bild verklebt werden und das Bild länger haltbar gemacht wird. Leider verlieren die Farben dadurch etwas an Brillanz, weshalb du das Bild vor dem fixieren abfotografieren solltest.

 

 

Blumen malen mit Ölfarben

Die Lebendigkeit ihrer Farben verleiht den Blumen ihre Schönheit. Die passende Technik, um dies künstlerisch darzustellen, ist die Ölmalerei. In Öl lassen sich die großflächigen Farbübergänge weich ineinander vermalen. Diese Technik ist die beste Wahl für eine realistische Darstellungsweise. Fügst du nur eine geringe Menge Mohnöl der Farbe hinzu, verlängert sich die Trocknungszeit, wodurch sich die Farbtöne geschmeidiger miteinander verbinden.

Mische die Farbe zunächst auf der Palette an, die dieselbe Farbe wie dein Maluntergrund haben sollte. Die heute noch typische Malpalette aus Holz wird seit der Barockzeit verwendet. Damals malten die Künstler auf Bolusgründen, also braunen Maluntergründen, weshalb sie Holzpaletten nutzten. Wenn du, wie heutzutage üblich, auf einer weißen Leinwand malst, sollte daher deine Palette zum Mischen der Farben ebenfalls weiß sein, damit du die Farben richtig beurteilen kannst.

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Damit dein Bild realistisch wirkt, ist das Treffen der richtigen Farbtöne ziemlich wichtig. Malst du nach Foto oder einer Blume in der Natur, solltest du die gemischte Farbe zur Kontrolle direkt neben die Blume halten.

Einige impressionistische Künstler wie Claude Monet malten ihre Bilder auf hellgrauem Untergrund, wodurch sich der nachfolgende Farbauftrag etwas trübte. Vor allem bei den hochpigmentierten Künstlerfarben besteht die Gefahr, dass das Grün etwas zu bunt leuchtet. Durch die Imprimitur lässt es sich abmildern, sodass eine realistische Farbwirkung entsteht.

Damit die Blütenblätter nicht in ihrer Brillanz vermindert werden, kannst du eine Untermalung anlegen. Dabei «höchst» du nur die hellen Bereiche und vor allem die Blüten mit weißer Farbe. Acrylfarbe ist sowohl für die Imprimitur als auch die Untertuschung am besten geeignet, da sie schnell trocknet. Wenn du darauf nicht in der Schichtenmalweise, sondern alla prima weiter malst, brauchst du dich außerdem nicht an die Malerregel «fett auf mager» halten.

Du beginnst am besten mit der Blüte im Zentrum des Bildes und arbeitest dich dann nach außen. Hast du das Bedürfnis, deine Hand beim Malen abzulegen, solltest du einen Malstock verwenden. Du hältst ihn mit der linken Hand so, dass er mit dem weichen Ende auf der Bildkante aufliegt und etwas über dem Bild schwebt.

Du kannst dann die rechte Hand, mit der du den Pinsel führst, auf ihm abstützen. In der Primamalerei wird zunächst auf der Palette gemischte Farbe mit einem Flachpinsel locker nebeneinandergesetzt. Dann werden mit einem sauberen Pinsel die Farbtöne ineinander vertrieben, sodass die Farbübergänge oder -kanten kopiert werden. Falls erforderlich kannst du natürlich auch mehr Farbe einarbeiten oder auch einzelne Passagen noch mal freiwischen. So arbeitest du dich Stück für Stück nach außen.

 

 

Tulpen zeichnen lernen

Die Tulpe ist besonders einfach zu zeichnen, denn du kannst die Zeichnung mit nur vier Blütenblättern fertig stellen, von denen sogar drei kaum zu sehen sind. Schaue dir zunächst die Grundform der Blüte an. Sie sieht aus wie ein Ei, das lieber ein Würfel gewesen wäre. Direkt unter dem Ei-Würfel fängt mittig der Stängel der Blüte an.

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Als Nächstes zeichnest du die Umrisse der vier Blütenblätter als Skizze. Das Blütenblatt links im Bild nimmt die größte Fläche der Blüte ein, wodurch du dir eine Menge Arbeit bei den restlichen Blütenblättern sparst. Auch wenn du dich an der Grundform, dem Ei-Würfel orientierst, ist es vollkommen in Ordnung, wenn sich die Grundform durch die Blütenblätter etwas verändert.

Im nächsten Schritt kannst du dich an die Details setzen und dich dabei austoben. Tulpen gibt es in verschiedenen Farben, von denen manche starke Kontraste auf den einzelnen Blütenblättern haben. Zunächst solltest du dich aber mit einem simplen Exemplar beschäftigen.

blume malen

Male auf jedem Blütenblatt sanft verlaufende Linien, die beim Stängel beginnen und am Rand des Blattes enden. Durch den Verlauf der Linien erhält die Tulpe ihre Dreidimensionalität. Den Schattenwurf solltest du ebenfalls einarbeiten, denn die beiden oberen Blütenblätter werfen einen sanften Schatten auf das darunter liegende Blatt.

 

 

Kirschblüten zeichnen lernen

Auf den ersten Blick wirken Kirschblüten vielleicht einschüchternd, doch auch sie sind im Grunde recht einfach zu zeichnen. Die Grundform einer Kirschblüte sieht so ähnlich aus wie ein Lampenschirm in Form einer hohlen Halbkugel. Da eine Kirschblüte aber nie alleine vorkommt, wird eine kleine Gruppe verschieden großer Lampenschirme benötigt, die alle in verschiedene Richtungen ausgerichtet sind. Alle Lampenschirme werden über dünne, leicht gebogene Stängel mit dem etwas dickeren Ast verbunden.

kirschblüte zeichnen

Die feinen Staubblätter sind der schwierigste Teil der Kirschblüten. Bei diesen handelt es sich aber im Grunde um nichts anderes, als lange, etwas gebogene Strohhalme mit einer kleinen Kugel auf der Spitze.

An der Kirschblüte befinden sich etwa fünf oder sechs Blütenblätter, deren Form sich stark an der Ausrichtung des Lampenschirms orientiert. Auf die Schatten auf den sehr hellen Blütenblättern sollte ebenfalls nicht verzichtet werden, auch wenn sie nur sehr fein sind. Der äußere Bereich der Lampenschirme, von dem besonders viel an der untersten Blüte rechts zu sehen ist, ist der Regel wesentlich schattiger als der innere Bereich.

Der Mittelpunkt der Blüte liegt an der Stelle, wo die Staubblätter heraus wachsen und ist der dunkelste Bereich der Blüte. Du solltest auch dort die Strohhalme bzw. die Staubblätter mit sehr feinen Schatten versehen. Zum Schluss zeichnest du mit einem besonders dunklen bzw. weichen Bleistift die Stängel und den dünnen Ast der Kirschblüte.

 

 

Rose zeichnen lernen

Wenn es um das Thema Zeichnen geht, ist die Rose der klare Gewinner unter den Blumen. Keine andere Blume wird in diesem Zusammenhang bei Google so oft gesucht wie sie, weshalb sie in diesem Beitrag natürlich nicht fehlen darf.

Rosen gelten als besonders romantisch und elegant, ihre Grundform lässt sich aber mit zwei einfachen, ineinandergesteckten Bechern vergleichen. Am unteren Becher befinden sich gebogene Dreiecke, die später die grünen Blätter werden und der Stängel der Rose.

Zunächst legst du eine sehr detaillierte Skizze an, denn ohne sie wird das später nichts mit der Zeichnung. Stell dir beim Zeichnen der Blütenblätter vor, dass du sie um die Becher herum legst. Den inneren Bereich füllst du dabei komplett mit Blütenblättern, während du am äußeren Becher nur wenige anlegst. Die Form der Becher sollte dabei ruhig etwas verloren gehen, damit die Rose möglichst realistisch wirkt.

rose zeichnen

Zum Schluss versiehst du die Rose mit Schatten und Struktur. Je sauberer du die Skizze gezeichnet hast, desto einfacher wird dieser Schritt (wobei das Zeichnen einer Rose generell nicht einfach ist).

Zwar musst du jedes einzelne Blütenblatt der Rose mit Schatten versehen, du kannst aber bei der Struktur etwas schummeln: Es ist ausreichend nur die großen Rosenblätter am unteren Becher mit gleichmäßigen, feinen Strichen zu bestücken, damit die Illusion von der Struktur auf der gesamten Rose hervorgehoben wird. Die Schatten im inneren Becher lässt du alle zum Rand des Rosenblattes heller werden. Das klingt einfach, hat in der Masse aber einen großen Effekt.

Wenn du bereits weißt, welche Blume du malen möchtest, kannst du ganz gezielt nach einer passenden Maltechnik und dem Stil suchen. Die folgenden Fragen können dir vielleicht weiter helfen:

  • Welche Farbtöne hat deine Blume? Welche Farbe passt dazu im Hintergrund (Komplementärfarbe)?
  • Soll deine Blume realistisch oder abstrakt sein?
  • Was macht sie so besonders?
  • Welches Format soll deine Zeichnung haben?
  • Möchtest du nur die Blüte malen oder noch weitere Blumen oder Gegenstände?

Zur Inspiration kannst du auch einfach Fotos von der gewählten Blume machen oder dir welche anschauen. Achte auf den Aufbau und ihre typischen Merkmale.

Versuche nicht unbedingt genau die eine Blume zu malen. Ihre individuelle Form ist nicht immer unbedingt charakteristisch. Der Künstler neigt aber dazu, eventuelle Unregelmäßigkeiten oder Linienführungen zu sehr zu betonen. Außerdem ist nicht jede perspektivische Ansicht für den Betrachter nachvollziehbar. Doch gerade was die Schönheit der Blumen betrifft, ist eine schlüssige Ansicht wichtig. Probiere daher verschiedene Blickwinkel und Bildausschnitte aus.

 

Versuche die Realität auf Skizzen zu vereinfachen. Entweder durch Weglassen der Schattenverläufe oder der Farbe. Verwende ungewöhnlich Töne, um die Farben zu verfremden. Versuche dein Idealbild deiner Lieblingsblume zu finden. Du kannst dafür einige schnelle Zeichnungen und Farbentwürfe anlegen. Für eine gelungene Darstellung sind die gleichmäßigen Farbübergänge der Blütenblätter wichtig.

 

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